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Schadenursachen



Ursachenbeseitigung und Schadenbeseitigung

Ursachenbeseitigung und Schadenbeseitigung sind grundsätzlich getrennte Vorgänge. Ist der Schaden beseitigt, die Schadenursache jedoch nicht, so muss mit erneutem Auftreten des Schadens gerechnet werden. Vordergründig günstig erscheinende Maßnahmen sind mittelfristig umso zeit- und kostenintensiver.


Die Ursachen von Schimmelpilzbefall sind vielfältig. Sie können baulich bedingt oder nutzberdingt oder beides sein. Nachstehend erhalten Sie einen Überblick über häufig festzustellende Schadenursachen. Dabei gilt immer: es können Überlagerungen mehrerer Ursachen vorliegen, die dann ausnahmslos abgestellt werden müssen.



Häufig auftretende baulich bedingte Ursachen



Häufig auftretende nutzerbedingte Ursachen



Schadenbild und Schadenverlauf können erfahrenen Fachleuten bereits erste Hinweise auf die Schadenursachen geben. Jedoch ist generell vor vorschnellen Beurteilungen zu warnen. Sehr oft ergeben sich durch sorgfältige Untersuchungen andere oder zusätzliche Aufschlüsse, die zu anderen Ergebnissen führen.



Schadenfälle sind Unikate

Bei der Ermittlung der Schadenursache gibt es keine vorab fertigen Lösungen. Jeder Schadenfall ist ein Unikat und eigenständig zu behandeln. Wenn Ihnen als Geschädigtem ähnlich scheinende Fälle bekannt sind, so bedeutet dies keinesfalls, dass die Schadenursachen die gleichen sein müssen.


Messmethoden

Im Folgenden stelle ich einige oft eingesetzte Messmethoden und Geräte dar. Dabei handelt es sich um Messmethoden, die zerstörungsfrei und ohne aufwendige Vorbereitungen durchfgeführt werden können. Natürlich gibt es eine Fülle weiterer Messmethoden, die aber nicht zerstörungsfrei sind und höheren Zeit- und Geldeinsatz erfordern. Welche Untersuchungen jeweils sinnvoll und erforderlich sind, ist fallweise zu entscheiden. In der Regel ermöglichen die unten gezeigten Methoden eine Einschätzung auch dazu, ob weiterführende Untersuchungen vorgenommen werden sollten. Die zutreffende Ermittlung von Messwerten (Feuchteverteilung, Raumklima etc.) ist in den meisten Fällen wichtig, stellt jedoch nur einen Teil der Analyse bei der Ursachenermittlung dar. Reine Messprotokolle sind keine Schadengutachen.



Zerstörungsfreie Feuchtemessung

Mit elektronischen Handmessgeräten können oberflächennahe Bauteilschichten qualitativ auf Feuchte überprüft werden. Dabei werden dimensionslose Messwerte mit dem Trockenreferenzwert verglichen, so dass darstellbar ist, ob der Baustoff eher trocken, leicht oder stark durchfeuchtet ist. Quantitative Angaben in Masse-% können allein für Holz gemacht werden. Für eine erste Beurteilung der Bauteiloberflächen reicht die Messmethode jedoch aus. Messwerte zweier unterschieldicher Geräte können nicht unmittelbar miteinander verglichen werden, da die Sensoren unterschiedlich empfindlich sind.

Orientierende Feuchtemessungen sind durch Einsatz von Langsonden auch in tieferen Bauteilschichten möglich, etwa um den Feuchtezustand eines Mauerwerks im Querschnitt einzuschätzen. Allerdings kann hier nicht mehr zerstörungsfrei gearbeitet werden, es müssen pro Messpunkt zwei Bohrlöcher mit 6-8mm Durchmesser in die zu untersuchende Bauteiltiefe eingebracht werden.



Messung der Oberflächentemperatur

Mit dem Pyrometer können Oberflächentemperaturen der Bauteile als Momentaufnahme dokumetiert werden. Das Gerät mit Temperaturfelder , deren Größe in Abhängigkeit der Entfernung zur Oberfläche variieren. Die Methode ist exakt und zeigt oftmals schnell Defizite des Wärmeschutzes oder der Beheizung von Oberflächen auf.



Raumklimamessungen

Die Erfassung von Raumlufttemperatur und relativer Raumluftfeuchte ist meist erforderlich. Diese Werte können durch die Messung mit einem sensiblen Thermohygrometer als Momentaufnahme ermittelt werden. Zum Vergleich werden regelmäßig auch die Werte der Außenluft aufgenommen.



Langzeitmessung des Raumklimas

Die oben gezeigten Messmethoden liefern Ergebnisse zur Zeit der Aufnahme als Einmalmessung. Oft ist es jedoch erforderlich die Temperatur- und Feuchteentwicklung in Räumen über einen längeren Zeitraum zu ermitteln. Hierzu dienen elektronische Datenlogger, die über einen gewünschten Zeitraum Raumlufttemperatur, relative Raumluftfeuchte und Oberflächentemperatur in vorgewählten Zeitintervallen aufzeichnen. Die Raumwerte können dann den ebenfalls gemessenen Außenwerten gegenübergestellt werden und so Aufschluss über den Wärmeschutz und das Nutzerverhalten erbringen. Die Ergebnisse werden in grafischer und tabellarischer Form dargestellt.

Grafische Darstellung einer Raumklimaaufzeichnung



Wassereindringprüfung

Zur Einschätzung der Wassereindringverhaltens von Oberflächen wie beispielsweise Außenputzen steht die ebenfalls zerstörungsfreie Methode Karstensches Prüfrohr zur Verfügung. Ein technisches Glas wird mit Abdichtungskitt wasserdicht auf der Oberfläche angebracht und kontrolliert mit Wasser befüllt. Damit wird eine Schlagregenbeanspruchung der Oberfläche bei sehr hohem Winddruck simuliert. Das Absinken der Wassersäule je Zeiteinheit wird beobachtet und dokumentiert. Bei Durchführung einer repräsentativen Anzahl von Messungen pro Fläche können Rückschlüsse auf die Wasseraufnahme gezogen werden: wird die Außenwand bei Regenfällen durchfeuchtet?



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Untersuchungen Sanierung